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Epigenetik und Bewegung – Die Auswirkung von Sport auf unsere Zellen

Bedeutung unserer Zellen

Unsere Zellen sind die kleinsten, lebensfähigen Bausteine des Körpers. Sie sind Schauplatz aller im Körper ablaufender Prozesse, wie der Vermehrung, der Vererbung, dem Stoffwechsel und vielem mehr. Insgesamt befinden sich im menschlichen Körper über 50 Billionen Zellen, von denen in jeder Sekunde viele Millionen sterben und gleichzeitig neu gebildet werden.

Unsere Zellen haben unterschiedliche Funktionen, sodass diese als kleinste Untereinheiten auch verschiedene Aufgaben in allen Körpersystemen übernehmen. Blutzellen, Muskelzellen, Nervenzellen, Gerhinzellen, Drüsenzellen werden z.B. unterschieden.

Im Zellinerren laufen chemische Reaktionen ab. Der Hauptbestandteil einer Zelle ist der Zellkern. In diesem findet sich unser Erbgut, unsere DNA. Das Erbgut entscheidet über alle unsere Merkmale, wie z.B. das Erscheinungsbild, also die Harr- oder Augenfarbe. Aber auch die Anfälligkeit gegenüber bestimmten Krankheiten, wird durch das Erbgut festgelegt. Doch die menschliche DNA ist nicht unveränderlich. Wir vom MIFW erklären, werlche Auswirkungen Sport auf die Veränderbarkeit der DNA hat.

Was ist Epigenetik?

Die Epigenetik ist ein neues Teilgebiet der Biologie und beschäftigt sich mit genetischer Modifikation, wobei keine Veränderung der DNA-Sequenz als solcher dabei stattfindet. Durch die Epigenetik wird also aufgeklärt, wieso identische Erbinformationen unterschiedliche Zellen entstehen lassen. Verschiedene Mechanismen sorgen für die Aktivierung oder Deaktivierung bestimmter Gene, wodurch deren „Lesbarkeit“ für die Reproduktion verändert wird.

Es geht bei der Epigenetik also um kleine, nachträgliche Veränderungen am Erbgut. Interessant daran ist, dass diese Veränderungen bewiesenermaßen durch Umwelteinfluss und den Lebensstil verursacht werden.

Umwelteinflüsse

Folgendes ließ sich bei älteren Zwillingspaaren feststellen: Trotz des identischen Erbgutes, unterschied sich der epigenetische Code erheblich. Das lässt sich auf den Umstand zurückführen, dass die epigenetischen Veränderungen durch unsere Lebensgewohnheiten und die Umwelteinflüsse zustande kommen.

Neben der Abfolge der DNA-Sequenz, befindet sich also noch eine weitere Ebene von Infromationen, die maßgeblich durch den persönlichen Lebensstil geprägt wird. Erziehung, psychische oder köperliche Belastungen, Klima, Gefühle, Traumata, Ernährung, Bewegung, Stress – all diese Faktoren haben einen Einfluss auf unser Epigenom. Sie beeinflussen die Wirkung verschiedener Gene, ohne dabei deren Struktur zu verändern.

Diese Erkenntnis bedeutet auch, dass ein gesunder Lebensstil bei Menschen mit vermeintlich „schlechten Genen“ eine ebenso große Wirkung erzielen kann. Doch was genau passiert in unseren Zellen, wenn wir zum Beispiel regelmäßig Sport treiben?

Bewegung

Durch verschiedene Forschungsuntersuchungen konnte herausgefunden werden, dass sportlich-aktive Menschen eine andere epigentische Codierung besitzen, als Menschen mit weniger Bewegung. Epigenetische Veränderungen verbessern die Zugänglichkeit einzelner Gene. So waren bei unsportlichen Probanden, die Gensequenzen für den Muskelaufbau, die Energiegewinnung und den Schutz vor freien Radikalen deutlich stärker verhüllt. Damit können diese auch deutlich schlechter abgelesen und letztendlich in Proteine umgewandelt werden.

Hieraus begründet sich der Umstand, dass reichlich Bewegung zum Schutz verschiedenster Erkrankungen beiträgt. So verändert sich die Struktur einer Muskelzelle durch epigenetische Prozesse bei regelmäßigem Sport. Diese Veränderung bewirkt z.B. eine sinkende Anfälligkeit für Diabetes mellitus.

In jedem Alter entstehen positve Effekte durch zusätzliche Bewegung. Auch nach jahrelanger Sportpause oder aber jahrelanger, ungesunder Ernährung, lassen sich epigenetische Veränderung nach einer Lebensstilanpassung ausmachen.

Zusammenfassen lässt sich feststellen, dass sowohl Sport als auch Ernährung einen großen Einfluss auf unsere epigenetischen Prozesse haben. Und ebendiese Prozesse sind für die Aktivierung bestimmter Gene verantwortlich. Sogar in Bezug auf die Prävention bestimmter Tumorerkrankungen, kann regelmäßiges Training positive Auswirkungen haben.

Forscher vermuten auch eine Verbbarkeit der epigenetischen Veränderungen.

Fazit

  • Ein gesunder Lebensstil bewirkt eine direkte Veränderung in der Zugänglichkeit verschiedener Gene
  • Es ist nie zu spät, gesünder zu leben, denn in jedem Alter lassen sich epigenetische Prozesse beobachten!
  • Regelmäßiges Training beeinflusst die Zellstruktur
  • Epigenetische Veränderungen sind vererbbar
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